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Der bayerische Defiliermarsch kommt aus Ingolstadt

Auf Volks- und Vereinsfesten in ganz Bayern ist er dahoam und so mancher politische Grande wurde schon zu seinen Klängen ins Bierzelt hineingespielt. Was nur wenige wissen: Der bayerische Defiliermarsch von 1850 ist ein waschechter Ingolstädter. Der Komponist Adolf Scherzer, seines Zeichens Königlich Bayerischer Musikmeister beim siebten Infanterieregiment in Ingolstadt, komponierte diesen Marsch neben vielen weiteren schmissigen Stücken. König Ludwig II höchstselbst erhob den Marsch in den Stand des bayerischen Avancier- und Defiliermarsches. Heute gilt der bayerische Defiliermarsch manchen gar als inoffizielle Nationalhymne. Kein Wunder: Das Stück ist leicht zu spielen und gehört deshalb zum Standard-Repertoire vieler Blaskapellen. Allein der Komponist Adolf Scherzer, 1815 in Neustadt an der Aisch geboren, 1864 in Ingolstadt gestorben und heute auf dem Westfriedhof der Donaustadt zur letzten Ruhe gebettet, blieb weitgehend unbekannt. 

Seinen ersten großen Auftritt hatte der bayerische Defiliermarsch den Chronisten zufolge zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor der Würzburger Residenz anlässlich einer „Großen Parade des Königlich Bayerischen II. Armee-Korps“. Die Inszenierung war damals wahrhaft majestätisch: 1000 Musiker und 500 Tamboure und Hornisten, begleitet von 300 Fackelträgern, nahmen Aufstellung und der Dirigent gab mit einem elektrisch beleuchteten Taktstock den Takt an. (Süddeutsche Zeitung, zitiert nach Dr. Wolfgang Mück, Altbürgermeister Neustadt an der Aisch).

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