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Parks

Manche Menschen verschaffen sich ja beim Besuch in einer neuen Stadt zuallererst einen Überblick über die Grünanlagen, die sie zur Erholung aufsuchen wollen. Das wird Ihnen bei uns leicht fallen, denn die ganze Innenstadt ist von einem einzigen Grüngürtel umschlossen. Ein echter Geheimtipp ist der Anatomiegarten im Deutschen Medizinhistorischen Museum, wo unter strenger Aufsicht und fachkundiger Pflege seit Jahrhunderten seltene Arzneipflanzen blühen und gedeihen.


Botanischer Garten in der Alten Anatomie

Bereits 1723 wurde auf dem Gelände unmittelbar neben dem Anatomiegebäude der medizinischen Fakultät der Universität Ingolstadt ein Arzneipflanzengarten angelegt. Hier wurden die Studenten bis zur Verlegung der Universität nach Landshut in Botanik und Arzneimittellehre unterrichtet. Erst mit Renovierung der "Alten Anatomie" 1973 entstand ein neuer Heilkräutergarten auf historischem Gelände. Aus Anlass der Landesgartenschau 1992 in Ingolstadt wurde dieser Arzneipflanzengarten grundlegend neu gestaltet. Heute kann man in von Buchsbaumhecken eingefassten Flächen ca. 130 verschiedene Pflanzen bewundern, die nach den in der Pflanzenheilkunde bekannten Wirkstoffgruppen wie Öle, Alkaloide oder Gerbstoffe zusammengefasst sind. Die streng symmetrische Gartengestaltung ergänzt in idealer Weise die Wirkung des barocken Anatomiegebäudes. Ein Wasserbecken und von Rosen umrankte Ruhebänke laden zum Verweilen ein. Ein Teil des Gartens wurde als Duft- und Tastgarten speziell für blinde und behinderte Menschen realisiert. Hochbeete, beschriftet mit Schildern in Braille- und in Sehschrift, ermöglichen auch Rollstuhlfahrern den unmittelbaren Kontakt zu zahlreichen Duft- und Heilkräutern.

Deutsches Medizinhistorisches Museum

Anatomiestraße 18 - 20
85049 Ingolstadt

Tel.: +49 841 305-1860
Fax: +49 841 910844

dmm(at)ingolstadt.de
www.dmm-ingolstadt.de

Öffnungszeiten
Di. - So. 10:00 - 17:00 Uhr
Geschlossen Faschingsdienstag, Karfreitag,
  01.11., 24./25./31.12., 01.01.

Glacis

Mit dem Begriff "Glacis" wird heute nicht mehr nur das ehemalige Schussfeld der Landesfestung aus dem 19. Jahrhundert bezeichnet, sondern der 100 Hektar große "grüne Ring" um die Altstadt. Dieser grüne Ring prägt das Bild der Stadt und erinnert an ihre besondere Geschichte. Viele Bereiche sind ein wertvoller Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen. Gehölz-, Wasser- und Wiesenflächen bilden die grüne Lunge der Stadt. Die alten Festungsgebäude, die heute Museen, Schulen und Ämter beherbergen, viele Kunstwerke, Spiel- und Bolzplätze sowie das dichte Wegenetz machen das Glacis zum Schwerpunktbereich für die innerstädtische Naherholung.

Zwischen der Friedhofstraße und der Schloßlände liegt der malerischste Teil des Ingolstädter Glacis. Inmitten reizvoller Festungsreste und den Wasserflächen des Künettegrabens befinden sich ein wunderschöner Spielbereich unter alten Bäumen und ein Café. Wie verwunschen steht ein Hainbuchenwäldchen am Rande des Wassers. Von vielen Spazierwegen aus bieten sich attraktive Ausblicke auf die Ingolstädter Altstadt. Naturnah gestaltete Staudenbereiche und moderne Kunstwerke im Kontrast zu biotopkartierten Vegetationsbereichen laden Parkbesucher zum verweilen ein.


Klenzepark

Mit dem Klenzepark, dem Gelände der Landesgartenschau 1992, bietet die Stadt ihren Bewohnern und Besuchern einen gärtnerisch intensiv gepflegten Bürgerpark am Südufer der Donau, der über einen Steg optimal mit der Altstadt verbunden ist. Der Park ist ein wichtiger Baustein im Glacis, dem grünen Ring um Ingolstadt. Die von Leo von Klenze mitgestalteten Bauten der Landesfestung, das Reduit Tilly und der Turm Triva, sind das Kernstück der Anlage. Die Gebäude werden heute als Museumsräume genutzt. Intensiv gestaltete Parkflächen laden zum Flanieren und Verweilen ein.

Vor den historischen Klenzebauten lädt die großartige Tillywiese zum Sonnen und Picknicken ein. Ein künstlicher Wasserlauf, der in Wasserkaskaden bei einer Uferbühne in die Donau mündet, flankiert die Wiese.

Ein Rosengarten innerhalb alter Ziegelmauern ist nicht nur eine Augenweide, sondern Höhepunkt für alle Sinne. Heute Blühen in diesem Garten 500 Rosen in 40 Sorten von Schneeweiß bis Himbeerrot.

Ein abenteuerlicher „Regenbogenspielplatz“, der den Eindruck erweckt, als wäre man mit einem Schiff am Ufer einer unbekannten Insel gestrandet, ist die Attraktion für junge und jugendliche Besucher.

Im Bereich alter Wallanlagen finden sich wertvolle Biotopflächen für seltene Pflanzen- und Tierarten.

Über 100.000 Nutzer finden sich im Sommer monatlich im ca. 20 ha großen Klenzepark ein. „Klenze gehen“ hat sich vor allem bei der jüngeren Bevölkerungsschicht zu einem feststehenden Begriff entwickelt.


Luitpoldpark

Der Luitpoldpark entstand als der erste planmäßig angelegte Bürgerpark in Ingolstadt. Der Entwurf von 1905 im Auftrag des damaligen Verschönerungsvereins geht auf den Ingolstädter Künstler und Architekt Wilhelm Donaubauer zurück. Der offizielle Name – Prinzregent Luitpold Park – tauchte jedoch erstmals in der Ingolstädter Zeitung im Jahre 1911 auf. Angelegt wurde der Luitpoldpark im Bereich der ehemaligen Landesfestung um den sogenannten Roten Turm. Dieses Bauwerk, einer der schönsten Festungsbauten des 19. Jahrhunderts, war Teil der Fronte Gumppenberg und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen.
Noch Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich im Luitpoldpark eine zentrale Parkachse mit attraktiven Blumenrabatten, beliebtem Parkcafé und Gartenpavillon, an dem jeden Sonntag Standkonzerte stattfanden. Beide Gebäude gingen ebenfalls im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe verloren. Mit der Fertigstellung einer 3. Donaubrücke im Jahr 1998 folgte ein weiterer einschneidender Eingriff in die Parkstruktur. Anstelle der einstigen Achse durchschneidet seither eine der wichtigsten städtischen Hauptverkehrsadern den Luitpoldpark und unterteilt ihn in zwei Abschnitte. Um diesen erheblichen Eingriff in den Park zu kompensieren, wurden damals zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen zur Aufwertung der verbliebenen Grünflächen umgesetzt:

  • Anlage des `Farntals´ und der `Irissenke´ als besonderes vegetatives Element
  • Neugestaltung eines Kriegs- und Opferdenkmalplatzes
  • Verbindung der zerschnittenen Parkteile über eine Grünbrücke

2019 entwickelte das städtische Gartenamt im südlichen Teil nun eine neue Parkachse, die sich in Anlehnung an die ehemalige zentrale Flaniermeile mit Baumreihen und Schmuckbeeten zum künftigen neuen Parkmittelpunkt entwickeln soll. Denn noch immer ist der Luitpoldpark einer der beliebtesten Grünanlagen Ingolstadts. Dies liegt zum einen daran, dass sich die noch ursprünglich erhaltenen Parkareale weitestgehend ungestört entwickeln konnten und heute ein abwechslungsreiches Gefüge aus ehrwürdigen Alleen, mächtigen Baumriesen, naturnahen Gehölzbestände und sonnigen Lichtungen den Altstadt-nahen Erholungsort prägen. Zum anderen, weil der Luitpoldpark über zahlreiche Lehr- und Spielangebote für unterschiedliche Altersgruppen verfügt: Vom Naturerlebnispfad über eine Kletteranlage im Baumbestand bis hin zu Rodelhängen, die dank der bewegten Geländesituation selbst bei geringen Schneemengen für Groß und Klein einen ungeheuren Spaß bieten.


Blumenpark Schwarzer Weg

Entlang der Münchener Straße, zwischen den Kirchen St. Anton und St. Markus, liegt eine der ältesten und farbenprächtigsten Grünanlagen Ingolstadts mit dem Namen "Schwarzer Weg".

Der Name verweist auf die Geschichte des Parks, da bis ca. 1930 die Reichsbahn dort die gebrochene Kohleschlacke der Dampflokomotiven ablagerte. Diese Schlacke wurde dann auch zum Wegebau in der neuen Anlage verwendet. Seit seiner Fertigstellung im Jahre 1929 zählt der "Schwarze Weg" zu den buntesten und schönsten Parks in ganz Ingolstadt.

Die bereits damals vorhandene und noch heute dominierende Kastanienallee bildet dabei das blühende Rückgrat. Ergänzt wurde sie durch die Pflanzung von Birken sowie Vogelbeerbäumen. 1956 organisierte der damalige Gartenamtsleiter Anton Maier zur Bereicherung der Anlage eine Blumenschau, die einen solchen Anklang gefunden hat, dass sie bis heute, inzwischen zwar in reduzierter Form, aber noch immer in den gleichen Beeten, jährlich in Form einer Frühjahrs- und Sommerbepflanzung wiederholt wird.

Nahe der Anton-Kirche steht auch heute noch der Spielplatz in seiner ursprünglichen Form, jedoch modernisierten Spielgeräten, und der bereits damals eingebrachten Einfassung mit einer Hainbuchenhecke.


Fort Haslang Park

Neben den ausgedehnten Waldflächen entlang der Donau und dem inneren, ersten, grünen Ring um die Altstadt, bietet Ingolstadt seinen Bürgern und Besuchern auch viele weitere Stadtteilparks zur Naherholung. Einer davon ist der Fort Haslang Park, zwischen Neuburger und Gerolfinger Straße.
Seit 20 Jahren laden dort zahlreiche Spielmöglichkeiten, darunter Skaterflächen und ein Wasserspielplatz, sowie ein Wasserlauf mit Teich, Wiesen, Stauden und heimische Baumpflanzungen zum Aufenthalt ein.

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