Seite wird geladen...

"Mei, ist es hier schön!", sagen alle Besucher, die zum ersten Mal nach Ingolstadt kommen. Und sie kommen, um das Besondere zu erleben, das es nur hier "auf der Schanz" gibt.

Diese Seite informiert Sie über Einzigartiges in Ingolstadt - von 500 Jahren Reinheitsgebot über die Landesausstellung Napoleon 2015 und die Landesgartenschau 2021, bis hin zu Historischem wie Festungsbauten oder dem Mythos Frankenstein.

 

Bayerisches Reinheitsgebot für Bier

 

Ein markerschütternder Schrei zerreißt die laue Ingolstädter Nacht. Wenig später huscht ein dunkler Schatten durch die engen Altstadtgässchen, nur einen Schritt vorbei an den Teilnehmern der Frankenstein-Erlebnisführung, die den Atem anhalten. Ja, wer sich in die schaurig-schöne Frankenstein-Welt des 19. Jahrhunderts begibt, den wird es gruseln! Denn die Saga vom wagemutigen Viktor Frankenstein, der die Grenzen zwischen Leben und Tod, zwischen Geist und Materie überschritten haben soll, lebt bis heute weiter fort. Kein Wunder, bietet die Ingolstädter Altstadt den interessierten Gästen doch eine ideale Projektionsfläche für Märchen und Mythen aus der Frühgeschichte der modernen Medizin.

Das Gebäude der "Hohen Schule zu Ingolstadt" wurde einst von der ersten bayerischen Landesuniversität genutzt und die Anatomie, heute das Deutsche Medizinhistorische Museum, beherbergte eine der ersten Medizinischen Fakultäten. Und wo Pioniere zu Werke gehen, werden Visionen verwirklicht und vielleicht auch so manch dunkles Wesen geschaffen - das befürchten jedenfalls viele Menschen. Und diese Ängste und Befürchtungen bediente Mary Shelley mit ihrem Erfolgsroman "Frankenstein" aus dem Jahr 1818 gekonnt. Nimmt man noch die Sehnsucht nach Unsterblichkeit hinzu, so hat man einen zeitlosen Cocktail, der noch heute zahlreiche Neugierige in unsere Stadt zieht.

Wer sich unter fachkundiger Führung an die Originalschauplätze begeben möchte und sich die Teilnahme nervlich zutraut, dem sei die Erlebnisführung "Dr. Frankensteins Mystery Tour" ans Herz gelegt. Aber Achtung! So manche Überraschung kann für Nervenflattern sorgen...

 

Die Ingolstädter bezeichnen sich gerne als "Schanzer". Dieser Eigenname geht auf die lange Tradition der Donaustadt als Hochburg der Herrscher an strategischer Lage zwischen Flussübergang und wichtigen Handelswegen zurück. "Auf der Schanz" hielten tapfere Soldaten und wehrhafte Bürger so manchem Angriff stand. Dazu trug auch ein ausgefeiltes System von Festungsbauten bei, die so gut erhalten sind, dass Ingolstadt heute als einzigartiges Freilichtmuseum deutscher Festungsarchitektur gilt.

 

Festungsrundgang

Die erste Etappe des Ingolstädter Festungsrundgangs führt durch die ehemalige bayerische Landesfestung Ingolstadt vom Brückenkopf (Konrad-Adenauer-Brücke) bis zur Fronte Rechberg (Rechbergstraße). Neue Schilder weisen den Weg. Große Erläuterungstafeln des Fördervereines Bayerische Landesfestung Ingolstadt erklären die einzelnen Bauwerke.

 

Tortürme der Mittelalterlichen Stadtmauer

Neues Schloss Ingolstadt

Glacis

Reduit Tilly und Klenzepark

Fronte Raglovich

Fronte Rechberg

Fronte Vieregg

Fronte Butler

Fronte Preysing

Fronte Streiter

 

Auf Volks- und Vereinsfesten in ganz Bayern ist er dahoam und so mancher politische Grande wurde schon zu seinen Klängen ins Bierzelt hineingespielt. Was nur wenige wissen: Der bayerische Defiliermarsch von 1850 ist ein waschechter Ingolstädter.
Der Komponist Adolf Scherzer, seines Zeichens Königlich Bayerischer Musikmeister beim siebten Infanterieregiment in Ingolstadt, komponierte diesen Marsch neben vielen weiteren schmissigen Stücken. König Ludwig II höchstselbst erhob den Marsch in den Stand des bayerischen Avancier- und Defiliermarsches. Heute gilt der bayerische Defiliermarsch manchen gar als inoffizielle Nationalhymne. Kein Wunder: Das Stück ist leicht zu spielen und gehört deshalb zum Standard-Repertoire vieler Blaskapellen. Allein der Komponist Adolf Scherzer, 1815 in Neustadt an der Aisch geboren, 1864 in Ingolstadt gestorben und heute auf dem Westfriedhof der Donaustadt zur letzten Ruhe gebettet, blieb weitgehend unbekannt. 

Seinen ersten großen Auftritt hatte der bayerische Defiliermarsch den Chronisten zufolge zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor der Würzburger Residenz anlässlich einer „Großen Parade des Königlich Bayerischen II. Armee-Korps“. Die Inszenierung war damals wahrhaft majestätisch: 1000 Musiker und 500 Tamboure und Hornisten, begleitet von 300 Fackelträgern, nahmen Aufstellung und der Dirigent gab mit einem elektrisch beleuchteten Taktstock den Takt an. (Süddeutsche Zeitung, zitiert nach Dr. Wolfgang Mück, Altbürgermeister Neustadt an der Aisch).