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Länge: ca. 33 km
Dauer: 5 - 6 Stunden

Traditionell und spirituell

Der Jakobsweg von Ingolstadt nach Neuburg beginnt im Liebfrauenmünster zu Ingolstadt. Von dort verläuft der Weg entlang des Donauufers durch den Donau-Auwald bis zur Ottheinrichstadt Neuburg. Diese Etappe endet in der dortigen Schlosskapelle. Geschichtlich geht der Ingolstädter Jakobsweg auf einen alten Pilgerweg zurück, der von Ostbayern kommend nach Ulm und von dort weiter über Frankreich bis Spanien und schließlich nach Santiago de Compostela führt. Wir laden Sie herzlich zu einer Entdeckungsreise auf diesen geschichtsträchtigen Spuren ein. Machen Sie sich auf den Weg und seien Sie offen für Ihre eigenen Erfahrungen auf dem Jakobsweg!

Startpunkt: Münster „Zur Schönen Unserer Lieben Frau“

Das spätgotische Münster ist eine der größten Hallenkirchen Süddeutschlands. Die erste aller Seitenkapellen, die während der langen Bauphase des Münsters fertiggestellt wurde, ist dem heiligen Jakobus geweiht. Auch gibt es Belege in den Archiven der Stadt und der Kirche, die eine alte Jakobsbruderschaft in Ingolstadt um 1500 nachweisen. Damit ging auch eine lebendige Pilgertradition in der Zeit von Ingolstadt aus.

Treidelweg entlang der Donau

Ein Treidelweg ist ein leicht befestigter Weg an Binnenwasserstraßen für das Treideln von Binnenschiffen. Dazu wurden i.d.R. Pferde eingesetzt, die das Schiff flussaufwärts zogen. Der Ingolstädter Treidelweg beginnt auf der Höhe der Glacisbrücke und verläuft entlang des Nordufers der Donau zur Staustufe und weiter nach Neuburg. Entlang dieses Treidelwegs verläuft auch der Pilgerweg.

Zwischenstopp: Schlosskapelle Neuburg

Die Neuburger Schlosskapelle, geweiht 1543, gilt als ältester protestantischer Kirchenraum weltweit. Blickfang der Schlosskapelle ist das im selben Jahr entstandene Deckengemälde von Hans Bocksberger, das den Gewölbespiegel einfasst und Auferstehung, Verklärung und Wiederkehr Christi in sich vereinigt.

Endpunkt: Heilig-Kreuz-Kirche Bergen

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster wurde 976 gegründet. Die Neuburger Jesuiten errichteten 1755 die heutige Kirche, die sich in die romanischen Bauteile aus dem 12. Jh. einfügt. Vor 250 Jahren, am 29. September 1758, wurde die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz“ in Bergen geweiht.

 

Pilgern entlang des Jakobswegs

Pilgern oder schlicht das Wandern entlang von Jakobswegen bedeutet in unserer rasant-dynamischen Welt oft eine Auszeit von Hektik, Stress und Alltag. Entlang ruhiger, oft naturbelassener Pfade sucht der Wanderer den Weg zu sich selbst, zur inneren Einkehr und spirituell-religiösen Selbstfindung. „Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille“ - unter diesem Motto lädt der Jakobsweg alle ein, egal ob Jung oder Alt, gläubig oder nicht. Die Tradition des Jakobswegs geht zurück auf Jakobus den Älteren. Er war einer der zwölf Apostel von Jesus Christus. Um ihn ranken sich insbesondere in Spanien zahlreiche Legenden. Seit dem 9. Jahrhundert entwickelte er sich dort zu einem Nationalheiligen. Die Kathedrale von Santiago de Compostela ist Ausdruck dieser Verehrung. Dorthin, wo sich das Grab des Jakobus befinden soll, entwickelte sich fortan eine rege Pilgerschaft und ein flächendeckendes Netz an Pilgerwegen, die alle im Jakobsweg nach Santiago de Compostela münden. Jakobus erhielt die Jakobsmuschel als Erkennungszeichen postum zugedacht, die er in Darstellungen in der Regel am Hut trägt, manchmal auch am Gürtel. Aufgrund dieses Attributes wurde die Jakobsmuschel auch zum Symbol der Pilger, insbesondere der Pilger des Jakobswegs, und die Muschel bereits im Mittelalter weithin bekannt.

Galerie

Kirchen entlang der Strecke

Der Jakobsweg beginnt im Münster „Zur Schönen Unserer Lieben Frau“.
Das Liebfrauenmünster ist eine der größten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. Die Kirche beeindruckt vor allem mit den zwei übereck gestellten Türmen und dem gewaltigen Dachgestühl. Der prächtige Hochaltar, außergewöhnliche Seitenaltäre, Reliefs, Bildnisse und Schnitzwerke lohnen einer näheren Betrachtung.

Schlosskapelle Neuburg
Die Schlosskapelle Neuburg an der Donau gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit als der weltweit älteste „Sakralbau der Lehre Martin Luthers“. Die Entstehung ist eng mit dem Pfalzgrafen Ottheinrich verbunden, der im Jahr 1542 in seinem Hoheitsgebiet die Reformation einführte. Die Neuburger Schlosskapelle wurde 1543 geweiht und gilt als der älteste protestantische Kirchenraum in ganz Deutschland. Besonders sehenswert ist das im selben Jahr entstandene Deckengemälde von Hans Bocksberger, das den gesamten Gewölbespiegel einfasst und Auferstehung, Verklärung und Wiederkehr Christi in sich vereint.

Heilig-Kreuz-Kirche Bergen
Das ehemalige Benediktinerinnenkloster wurde 976 von Wiltrud, Witwe des Bayernherzogs Berthold, gegründet. Zur Gründung erhielt das Kloster einen Partikel des heiligen Kreuzes. Nach kurzzeitiger Aufhebung des Klosters 1542 übergab Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm das Kloster nach der Rekatholisierung 1635 den Neuburger Jesuiten. Diese förderten die Wallfahrt zum Kreuzpartikel und errichteten 1755 die heutige Kirche, die sich in die romanischen Bauteile aus dem 12. Jahr-hundert einfügt.

 

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Jakobsweg (PDF)

Infos und Services für Pilger und Wanderer

Streckenverlauf und Wegebeschaffenheit
Der Jakobsweg ist durchgehend mit dem gängigen Muschelsymbol ausgeschildert. Die gesamte Wegstrecke von Ingolstadt nach Bergen beträgt 33 Kilometer, wobei maximal Höhenunterschiede von 100 Metern zu überwinden sind. Die Wegstrecke führt überwiegend abseits von befahrenen Straßen, entlang der Donau und in ruhigen Waldgebieten. Die Beschaffenheit der Wege ist gut: In den Ortschaften entlang der Strecke sind die Wege asphaltiert, ansonsten geschottert.

Erlebnispunkte entlang der Strecke
Entdecken Sie entlang des Jakobswegs zahlreiche natur- und kulturlandschaftliche Erlebnispunkte, die Ihnen die Besonderheiten des Donauraums zwischen Ingolstadt und Neuburg näher bringen:
- Historische Altstadt von Ingolstadt mit Sehenswürdigkeiten
- Donaustaustufen Ingolstadt, Bergheim und Neuburg
- Donau-Auwald zwischen Ingolstadt und Neuburg
- Barocke Obere Stadt Neuburg mit Schloss und Altstadtensemble
- Der Alte Forsthof bei Neuburg

Verpflegung und Versorgung
In Ingolstadt, Neuburg und Bergen gibt es Einkehrmöglichkeiten direkt an der Strecke, vom behaglichen Café über Biergärten und Restaurants bis hin zu Bäckereien und Straßenverkäufen. Selbstversorger können sich Ihre Wegzehrung in den Läden der Innenstädte von Ingolstadt und Neuburg oder in Supermärkten mitnehmen.

Darfs noch etwas mehr sein? Touristische Informationen
Ein Spaziergang durch den Klenzepark, dem größten Freilichtmuseen für deutsche Festungsarchitektur? Ein Besuch der Ingolstädter Museen? Eine Führung durch das Audi-Werk am Stammsitz? Eine Schnäppchenjagd im exklusiven Designer Outlet Shopping Center Ingolstadt Village? Sehr gerne! Ingolstadt bietet zu jeder Jahreszeit viele Möglichkeiten. Unsere Mitarbeiter/innen in den Tourist Informa-tionen helfen Ihnen gerne bei der Planung und Organisation Ihres Aufenthaltes in Ingolstadt. Und weil ein Tag nicht ausreicht, um alle Ingolstädter Attraktionen zu sehen, buchen wir gerne auch gleich Ihr individuelles Wunschhotel für Sie.