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Mitten in Bayern liegt die Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Flankiert wird die Heimat des Hopfens von den bedeutenden Bierstädten Ingolstadt und Freising. Diese abwechslungsreiche Radtour verbindet somit nicht nur den Donauradweg mit dem Isarradweg sondern auch das Flair dieser oberbayerischen Städte mit der beeindruckenden Kulisse der Hopfengärten. Dass dabei Genuss und regionale Schmankerln nicht zu kurz kommen, versteht sich von selbst.

Beschilderung:
Wasserradlwege Oberbayern, Paartaltour, Ilmtaltour, Amper-Altmühl-Radweg, Ammer-Amper-Radweg, Donauradweg

Tourenbeginn ist am Rathausplatz in Ingolstadt, der Stadt, in der 1516 das Bayerische Reinheitsgebot für Bier verkündet wurde. Einen ersten Abstecher wert ist der Bierbrunnen im Stadtzentrum.  Von Ingolstadt aus folgt man der Beschilderung der Wasser-Radl-Wege Oberbayern. Die Tour führt zunächst ohne Steigungen entlang des Donauradwegs. Hier beeindrucken nicht nur die Donauauen, es lässt sich auch die spezifische Tierwelt gut beobachten. Nach einigen entspannten Kilometern erreicht der Weg die geschichtsträchtige Herzogstadt Vohburg. Ein Highlight direkt an der Tour ist der malerische, historische Burgberg. Hier nahm einst das Drama um die schöne Baderstochter Agnes Bernauer seinen Lauf. Heute besticht Vohburg durch die historische Altstadt mit drei Stadttoren und den kleinen Cafés am zentralen Marktplatz. 

Noch weit vor Geisenfeld verkündet der erste von unzähligen Hopfengärten: das Hopfenland ist erreicht. Mit Blick auf das idyllische Flüsschen Ilm, im Hintergrund die sieben Meter hohen grünen Hopfengärten – so beeindruckt das nächste Streckenstück. Nach dieser entspannten Etappe der Tour folgen malerische Hügellandschaften und die typischen Hopfengärten. Der Markt Wolnzach als einer von 100 Genussorten Bayerns eignet sich ideal als Etappenziel. Wer nun mehr über den Hopfen und seine Bedeutung in der Region erfahren möchte, dem sei ein Besuch des Deutschen Hopfenmuseums in der Ortsmitte empfohlen. Ganz nah kommt man dem „Grünen Gold“ und dem Produkt Bier bei einer Hofführung durch eine Hopfenbotschafterin oder einer Brauereiführung. 

Nach einer Pause geht es nun über das typische Tertiärhügelland in Richtung Au i. d. Hallertau. Im kleinen Ort Hüll betreibt das bekannte Hopfenforschungsinstitut seit fast 100 Jahren Grundlagenforschung für das „Grüne Gold“. Ab der Ortschaft Berg bis Enzelhausen verläuft die Tour auf dem sogenannten Bockerl-Radweg, einer aufgelassenen Bahntrasse, die zum Teil durch angenehm schattige Wälder führt. In Au i. d. Hallertau lohnt ein Halt, um die einmalige Jagdtrophäensammlung im stilvollen Schloss zu besichtigen – oder, um sich im Biergarten mit einem Auer Bier zu erfrischen. Nun folgt der Weg ein Stück dem kleinen Fluss Abens und führt über kleine, in die sanften Hügel eingebettete Dörfer, bevor die Strecke bis Zolling wieder über den Bockerl-Radweg fortgesetzt wird. Nach letzten Steigungen ist es nicht mehr weit bis zur Domstadt Freising. Ein idealer Ort, für einen Stadtbummel oder um sich dem Thema „Braukunst“ zu widmen. Denn in dieser Isarstadt gibt es seit über 150 Jahre einen Studiengang fürs Bierbrauen, es befindet sich dort die älteste, noch bestehende Brauerei der Welt und nicht zuletzt soll auch die Brotzeit-Spezialität „Obadzda“ dort erfunden worden sein. Gründe genug also, um bei einer Führung durch eine der Freisinger Brauereien und im Biergarten ausgiebig zu rasten.

Von Freising führt die Tour wieder zurück nach Zolling, und von dort aus über den Ammer-Amper-Radweg landschaftlich reizvoll zunächst entlang der Amper, ab Allershausen entlang des Amper-Altmühl-Radwegs und der Ilmtaltour bis nach Pfaffenhofen. Im Herzen der Hallertau laden zahlreiche Gaststätten und Biergärten zur Rast ein. Wer weiter aktiv sein will, kann auch einen Abstecher ins nur wenige Kilometer entfernte Scheyern machen, dessen weitläufige Klosteranlage als Stammsitz der Wittelsbacher in Bayern gilt. Von Pfaffenhofen geht die Tour über Sulzbach, Menzenbach, Göbelsbach (das Pfarrdorf erhielt 1998 beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft“ eine Goldmedaille) und Seibersdorf bis nach Hohenwart ins Paartal. 

Entlang des Paartals und der gleichnamigen Paartaltour folgend durchstreift man hier radelnd den Grenzbereich zwischen dem Hopfenland Hallertau und dem Spargelland Schrobenhausen. Über Reichertshofen erreicht man östlich der Autobahn A9 den Markt Manching. Hier lohnt ein Besuch des kelten römer museums.  Das Museum präsentiert Funde aus über 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen der Keltenstadt und zeigt, welche Spuren die Kelten und die Römer in der Region hinterlassen haben. Kurz hinter Manching mündet die Paartaltour bei Großmehring in den Donauradweg, über dessen Beschilderung man wieder zurück an den Ausgangpunkt der Tour, nach Ingolstadt, gelangt. 

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Attraktionen entlang der Strecke

Gasthaus Daniel - ältestes Gasthaus Ingolstadts mit eigener Hausbrauerei, Ingolstadt (1)
Der „Daniel“ ist das älteste Gasthaus Ingolstadts: Es blickt auf eine über 500 -jährige Tradition zurück, bereits im Jahre 1471 wurden hier die ersten Gäste bewirtet und Bier gebraut. Das kann man auch heute noch in der eigenen Gasthaus- brauerei hautnah miterleben.

 

Bierbrunnen, Ingolstadt (2)
Der Ingolstädter Bierbrunnen wurde eigens zu 500-jährigen Jubiläum der Verkündung des Bayerischen Reinheitsgebots für Bier im Jahre 2016 gestaltet. Er erinnert an Inhalt und Bedeutung des ersten bis heute gültigen Lebensmittel- gesetzes der Welt.

 

Deutsches Hopfenmuseum, Wolnzach (3)
In dem modernen Museum mit seiner über 1.000 Quadratmeter großen Erlebnisausstellung erfährt man alles Wissenswerte zum Hopfen. Von der Botanik bis zum Bier- Bierbrauen, vom Anbau bis zum Hopfenhandel, von der Geschichte bis zur Gegenwart.

 

Schlossbrauerei & Schloss, Au i. d. Hallertau (4)
Das Auer Schloss mit seinem prächtigen Jagdsaal aus dem 16. Jahrhundert liegt direkt neben der Traditionsbrauerei Au-Hallertau mit seinem schönen Biergarten. Hier werden seit mehr als 400 Jahren beste Biere gebraut.

 

Domberg, Freising (5)
Über Jahrhunderte repräsentierte das Fürstbistum Freising das geistige und geistliche Zentrum Altbayerns. Bewundern Sie die berühmte Bestiensäule im Dom und genießen Sie den Ausblick vom Belvedere: Bei guter Sicht bietet sich ein traum- haftes Panorama bis nach München und in die Alpen.

 

Weihenstephan (6)
Auf der Kuppe des Weihenstephaner Berges befindet sich u.a. die älteste Brauerei der Welt, die Bayerische Staats- brauerei Weihenstephan sowie das großzügige Gelände des Lehr- und Forschungszentrums Weihenstephan mit den bekannten botanischen Schaugärten.

 

Kloster Scheyern (7)
Lange und stolze Brautradition: Bereits seit 1119 wird im Kloster Scheyern Bier hergestellt. Damit ist die Klosterbrauerei die drittälteste Brauerei Deutschlands und eine der ältesten Braustätten der Welt!